Sicherheit und Datenschutz

Sicher, weil es so gebaut ist – nicht, weil es so heißt.

Alles auf dieser Seite ist im Produkt umgesetzt und dokumentiert. Wir versprechen nichts, was Sie nicht in der Installation prüfen könnten.

Anmeldung und Rechte

Wer darf was – und wie wird das durchgesetzt?

  • Anmeldung über einen eingebauten Identitätsdienst (Keycloak), für Benutzer unsichtbar; Schutz vor Brute-Force-Angriffen
  • Zwei-Faktor-Anmeldung (TOTP-App) je Benutzer oder verpflichtend für alle; Mindestlänge für Passwörter und Sitzungs-Zeitlimit einstellbar
  • Rechte je Modul und Funktion (lesen, bearbeiten, abrechnen, einstellen …), gebündelt in Rollen; Rollen auf einen Standort beschränkbar
  • Rechte dürfen nur weitergegeben werden, wo der Vergebende sie selbst hat
  • Kassierer mit eigener PIN oder Karte am Kassenplatz; Kassen-Client nur für die eingerichtete Server-Adresse
  • Deaktivierte Module sind unsichtbar: keine Apps, keine Routen, keine Jobs

Nachvollziehbarkeit und GoBD

Belege und Kassendaten bleiben so, wie sie entstanden sind.

  • Änderungsprotokoll über alle Module: wer hat wann was geändert – in derselben Transaktion gespeichert; ein Datenbank-Trigger verhindert nachträgliche Änderung oder Löschung
  • Festgeschriebene Belege sind unveränderlich; Korrekturen nur über Gutschrift oder Storno; Archiv als PDF/A
  • Lückenlose Nummernkreise je Firma oder Standort; Nummern deaktivierter Module laufen nach der Reaktivierung weiter
  • Kasse: Cloud-TSE (fiskaly), DSFinV-K- und TSE-Export, Kassenbuch, Verfahrensdokumentation; Belegabbrüche und Stornos korrekt signiert
  • Übergabe-, Rücknahme- und Mietverträge sowie Ankaufbelege als PDF/A-3 mit eingebetteten Daten und SHA-256-Prüfsumme, danach gesperrt
  • Archivmodus: Kasse, Leasing, Gebrauchträder, Vermietung, Zeiterfassung, Versicherungen und Fertigung bleiben nach Modul- oder Lizenzende lesbar und exportierbar (§ 147 Abs. 6 AO)
  • Aufbewahrungsfristen mit gesetzlichen Untergrenzen; Löschfristen respektieren sie

Datenschutz (DSGVO)

Werkzeuge für Auskunft, Löschung und Dokumentation sind Teil des Kernels.

  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30) aus den Datenschutzangaben aller Module – auch deaktivierter
  • Anfragen-Register mit Fristen; Auskunft und Datenportabilität (Art. 15, 20) über alle Module
  • Löschung (Art. 17) mit Sperrgründen aus Aufbewahrungspflichten; Pseudonymisierung im Änderungsprotokoll statt Lücken
  • Automatische Löschfristen je Datenkategorie, einstellbar innerhalb der gesetzlichen Grenzen
  • Einwilligungen mit Wortlaut, Version, Zeitpunkt und Quelle; Double-Opt-in für Werbung, Widerruf als Widerspruch gespeichert
  • Ausweisprüfung bei Übergaben nur als Vermerk – keine Kopie, keine Nummer (§ 20 PAuswG)
  • KI-Assistent: keine Daten natürlicher Personen an das Modell; Kontaktdaten aus Eingaben nur als Platzhalter
  • Öffentliche Seiten (Terminbuchung, Auftragsstatus, digitaler Beleg) mit Rate-Limits, gehashten Codes und automatischem Ablauf

Technische Härtung

Was der Server tut, um Angriffe abzuwehren.

  • Geheimnisse (Client-Secrets, API-Schlüssel, Tokens) nur verschlüsselt in der Datenbank (AES-256-GCM); Master-Schlüssel rotierbar, die App erinnert nach 12 Monaten
  • Content-Security-Policy mit Nonce und ohne unsafe-inline, strikte Security-Header, keine Ressourcen von fremden Servern
  • Rate-Limits je Route: global je IP, öffentlich je IP, angemeldet je Benutzer – Schreibzugriffe enger
  • Schutz vor SSRF: Integrationen erreichen nur öffentliche Adressen; private Netze müssen ausdrücklich freigegeben werden
  • Eingabeprüfung mit Zahlengrenzen gegen Überlastung durch absurde Werte in Formularen, E-Rechnungen und Importdateien
  • Einbetten der Widgets nur für ausdrücklich erlaubte Ursprünge (frame-ancestors); alles andere ist nicht einbettbar
  • Übertragungsprotokolle zu Leasinggebern und Shops ohne Secrets und Tokens

Betrieb, Sicherung, Wiederherstellung

Eine Installation, die man sichern und zurückspielen kann.

  • Jeder Händler bekommt eine eigene Installation mit eigener Datenbank – auf dem eigenen Linux-Server oder betrieben von uns
  • Installation per Skript: zufällige Geheimnisse, automatisches HTTPS, einmaliger Einrichtungslink für den Administrator
  • Sicherung per Skript: beide Datenbanken, Dateiablage und Konfiguration mit SHA-256-Prüfsummen; Wiederherstellung auch auf einem neuen Server
  • Updates mit Datenbank- und Realm-Migrationen beim Start; „Neuigkeiten“ im Desktop nach jedem Update
  • Nur die Login-Seiten sind von außen erreichbar; Admin-Konsolen sind gesperrt, interne Dienste nur im Docker-Netz
  • Betrieb hinter Cloudflare optional mit Firewall-Regeln, die nur Cloudflare-Adressen durchlassen

Wo laufen die Daten?

Servelta ist keine Mehrmandanten-Cloud. Sie entscheiden, wo Ihre Installation läuft:

  • Auf Ihrem eigenen Server (On-Prem oder bei einem Hoster Ihrer Wahl) – Voraussetzung sind Linux, Docker, eine Domain und die Ports 80/443
  • Betrieben von uns als eigene Instanz nur für Sie – Standort und Vertrag zur Auftragsverarbeitung besprechen wir im Demo-Termin
  • Dienste Dritter kommen nur ins Spiel, wenn Sie sie einrichten: fiskaly (TSE, gesetzlich erforderlich), Exchange 365 (Mail), SMS-Anbieter, Leasinggeber, Shops, 3CX, OpenAI (nur mit KI-Assistent)

Was wir nicht behaupten

Servelta trägt keine Zertifizierung wie ISO 27001, und wir nennen keine Zahlen, die wir nicht belegen können. Die hier beschriebenen Eigenschaften lassen sich in der Dokumentation und in der Installation nachprüfen; Hinweise an Steuerberater und Datenschutzbeauftragte liegen jedem Modul bei.

Servelta im eigenen Laden sehen?

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